Hüttenzauber – mit allen Sinnen gelesen !

Hüttenzauber – mit allen Sinnen gelesen !

“Wir waren dabei !”

Der Lesemann und sein Freund Lothar Bonin zeigten “Vorlesen mit allen Sinnen”

Vorlesen mit “allen Sinnen” glänzte mit zwei Texten aus der Kinderbuch-Serie über den kleinen Pfannkuchenmann (mehr verraten wir heute noch nicht). Alle Sinne wurden dabei durch die bei der Kälte gut zu gebrauchenden und motivierenden Gestik des Lesemanns, der Musik/Texte von Lothar Bonin und dann zu den lecker schmeckenden Pfannkuchen von Birgit Grimmel-Woldt und Andrea Störmer (das ist die Frau des Lesemanns rechts am Bildrand) angeregt. Hier konnten einmal alle Kinder am praktischen Beispiel erfahren was es ausmacht, mit “allen Sinnen” vorgelesen zu bekommen. Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten – es war alles vertreten … wunderbar!

Die Fortsetzung folgt … schon ein wenig …

Während des “Hüttenzaubers” kam eine Fortsetzung des Buches “Der Pfannkuchenmann” zur Lesung. Mehr wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten – aber es wird mächtig … mit allen Sinnen gearbeitet.

Bleibt gespannt! Und weitere Informationen gibt es dann demnächst auf der eigenen Internetseite des Pfannkuchenmannes

So habe ich Lesen gelernt – toller Tip / ein Glück verjährt

So habe ich Lesen gelernt – toller Tip / ein Glück verjährt

Jetzt kann ich es ja sagen – es ist nach 64 Jahren verjährt!
So habe ich Lesen gelernt “ehrlich”!

Ich erinnere mich noch ganz genau an das erste Mal mit meinen Micky Mouse Heften. Wir wohnten in Hofheim im Taunus, mein Vater arbeitete in einer Bank in Frankfurt und meine Mutter tippte zu Hause für Doktoranden die Arbeiten auf der Schreibmaschine. Ich muß etwa viereinhalb Jahre alt gewesen sein, hatte noch keinen Kindergartenplatz und Fernsehen gab es bei uns noch nicht. Meine Zeit vertrieb ich mir mit Papiermodellen, Schulfunk im Radio hören und natürlich mit dem Malen von Luftschlössern.

Eines Tages kam mein Vater von der Arbeit und brachte einen kleinen Wäschekorb mit gebrauchten aber gut erhaltenen Comicheften mit. Ich kann heute nicht mehr sagen ob er sie von einem Kollegen oder auf einem Flohmarkt bekommen hatte, aber sie wurden sofort “MEIN SCHATZ”. Zunächst mußte meine Mutter mir die Hefte VORLESEN. dann durfte ich die Geschichte an den Bildern NACHERZÄHLEN. Ich wurde immer schneller und sicherer und schließlich konnte ich (rechtzeitig zur Einschulung) auch neue Heftchen bereits zu einem gehörigen Teil verstehen ohne das meine Mutter diese vorgelesen hatte.

Und dann kam die Schulzeit. Dorfschule, 4 Klassen in einem Raum, Schläge gab es mit dem Lineal auf den Hosenboden, Geschrieben wurde auf einer Schiefertafel …. und mein geliebter Vater brachte immer neue Hefte mit. Langsam kannte ich sie alle. Sigurd, Tarzan, Fix und Foxy, Mickey Mouse, die ganze Familie Duck und, und , und. Mein erstes Buch in der Schule beschäftigte sich hingegen mit so spannenden Titeln wie “Lilo oder Loli”, ich habe mich immer schon sehr auf zu Hause und meinen, mittlerweile “großen” Wäschekorb voller Comics gefreut und gar nicht mehr auf den Lehrer dort vorne gehört.

Denn, … ich konnte ja schon Lesen 🙂

 

Zugegeben das Bild ist nur Fake - aber mein Wäschekorb sah tatsächlich etwa so aus

Zugegeben das Bild ist nur Fake – aber mein Wäschekorb sah tatsächlich etwa so aus

Einen Nachteil hatten jedoch die Comics für mich. Ich konnte kein Englisch und hatte auch keine Ahnung was so oft in den Sprechblasen steht. Hier kam mir jedoch meine Phantasie zu gute. An den Sprechblasen sind immer irgendwelche Bilder nach denen ich mich orientierte (mir ein Bild von machte). Entweder eine Bombe platzte oder ein Messer kam zum Einsatz – in diesen Deutungen war ich dank dem Bau meiner Luftschlösser immer unschlagbar.

Noch heute orientiere ich mich an Bildern und erst dann kommt der Text. Eben “Bilderdenken”

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