Ein Rezeptbuch zum Thema “Wie wir unsere Kinder für Bücher und Geschichten begeistern”

Quelle: eigene Aufnahme, Cover mit freundlicher Genehmigung des Rowohlt Verlages (Link über den folgenden Screenshot)

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Dieses Buch aus dem Rowohlt Verlag wurde mir von meiner Lieblingsbuchhändlerin in Koblenz letztes Jahr im Oktober sehr ans Herz gelegt, da sie weiß, dass ich mich auf dem Gebiet der Leseförderung engagiere. ISBN 978-3-499-00464-3

Also gab ich diesen Tipp gleich an meine Frau für meinen Wunschzettel zu Weihnachten weiter. Und welche große Freude und Überraschung, als es vier Monate später unter dem Weihnachtsbaum lag! Überraschung deshalb, weil ich diese Buchempfehlung schon wieder vergessen hatte.

Der erste Eindruck: Das Cover wirkt auf den ersten Blick ein wenig düster auf mich- das hell erleuchte Zelt mit dem lesenden Kind hatten meine Augen nicht sofort wahrgenommen- aber beim Durchblättern ( das mache ich grundsätzlich bei jedem neuen Buch ) wurde ich durch die vielen bunten Buchtitel und die zwar unterschiedlichen aber gleichzeitig sehr ansprechenden Stilrichtungen der vier Illustratoren, wieder „entschädigt“. Auch empfinde  ich die Farbe Orange für die vorgestellten  Buchtitelempfehlungen als sehr angenehm beim Lesen

Zum Inhalt:  Obwohl Frau Kirsten Boie nicht zu den Autorinnen gehört, ist ihr Vorwort sehr überzeugend. Ihr Vorwort ist für mich ein leidenschaftliches Plädoyer für die Bedeutung des Lesens, das ja ein immaterielles Kulturgut ist wie Musik und Theater. (siehe auch das Interview mit Frau Boie hier)

Und was die wenigsten wissen, sogar die  wichtigste Kulturtechnik, noch vor Schreiben und Rechnen, die für das( Sozial-) Leben von essentieller Bedeutung ist.

Frau Kirsten Boie schreibt begeistert, warum das Lesen so wichtig für die geistige, emotionale  sowie soziale Entwicklung der Kinder ist. Und dass es in der Verantwortung der Eltern liegt die Begeisterung für Bücher bei den Kindern zu wecken, die so groß sein sollte, dass sie mit der für digitale Medien Schritt hält.

Die Aufteilung in fünf Kapitel, die sich mit dem Lesen und dem Buch beschäftigen, ist eine logische und konsequente, entsprechend der Altersentwicklung eines Kindes. Und es fängt nicht mit der Einschulung in die Grundschule, sondern zur großen Überraschung bereits während der Schwangerschaft an (Kapitel Eins)Und hört mit den Buchempfehlungen für Teenager auf (Kapitel Vier)

Den in den Kapitel Nr.1-4 empfohlenen Büchern werden immer kurze Abschnitte mit Erklärungen und Tipps vorangestellt, die sich rund um das Alter der Kinder, deren eigene Welt, deren Interessen, deren Sorgen, deren Gefühle usw. drehen. Und diese unterscheiden sich grundsätzlich von denen der Erwachsenen.

Ein Sahnehäubchen sind die im letzen Kapitel (Nr. Fünf)“ Noch mehr Bücher“ ausgesprochenen Buchempfehlungen nach Themen und Lesestufe sortiert.

Kurz vor Fertigstellung dieser Rezension erreichte mich die Nachricht, dass mein Enkelkind David in London mit 6 Wochen seine Geburtsturkunde erhalten hat.

Mit der Aushändigung dieses Dokumentes erhielt mein Sohn zur großen Überraschung auch eine hübsche Tasche mit tollen  Büchern und Liedertexten von der Charity Organisation „Book Trust“ (siehe Photo) überreicht. Man kann an dieser Aktion erkennen, welche große und wichtige  Bedeutung das frühzeitige Vorlesen bereits im Babyalter in Großbritannien hat.

Wie sagte doch Johann Wolfgang von Goethe:
„Vorlesen ist die Mutter des Lesens“

 

Fazit: Dieses Buch sollte unbedingt in jedem Elternhaus einen Platz haben.
Und zwar nicht im Bücherregal, sondern es muss einfach „ herumliegen“ um
jederzeit für jedes Familienmitglied griffbereit zur Verfügung zu stehen.
Erst dann führt „Lesen macht stark“ zum Erfolg.

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