Das Lesen gibt mir Antworten auf die Fragen des Lebens

Das Lesen gibt mir Antworten auf die Fragen des Lebens

Das Lesen gibt mir Antworten auf die Fragen des Lebens

Wie bin ich zum Lesen gekommen? Auf jeden Fall zeigte mir das Vorlesen meiner Eltern einen Weg in die Welt der Bücher. Ich kann mich daran erinnern, dass ich schon als Kind viele Fragen hatte. Glücklicherweise fand sich in meiner Familie immer jemanden, der ein passende Antwort für mich hatte. Irgendwann kam aber der Punkt, an dem die Fragen komplexer und differenzierter wurden. Schnell fand ich heraus, dass mir Sachbücher Fragen in einer bisher unbekannten Tiefe erklären konnten. So las ich Bücher über die Geschichte der deutschen Teilung, Bücher über Wein, Bücher über die Entstehung der Kulinarik, Bücher über Manieren, Bücher über Philosophie und so viele mehr. Diese teilweise sehr alten Bücher haben das Wissen konserviert und mir die Möglichkeit gegeben, die Zusammenhänge neu zu verstehen.

An ein besonders schönes Erlebnis kann ich mich noch gut erinnern. Vor ungefähr 15 Jahren fiel mir ein Buch aus dem Nachlass meines Großvaters in Hände. Es war ein Science Fiction Roman aus dem Jahre 1890. Darin wurde beschrieben, wie ein von Schlaflosigkeit geplagter Mann eine Medizin verabreicht bekam, welche ihn bis zum Jahr 2000 schlafen ließ. Aus der Sicht des Autors war es eine utopische Jahreszahl, für mich jedoch war sie schon Vergangenheit. Es war so schön zu lesen, mit wie viel Fantasie das Leben in der Zukunft beschrieben wurde und der Abgleich mit meinem Alltag im Jahre 2007 war wundervoll. Hinzu kamen die liebevollen Illustrationen und die sehr ästhetische Gestaltung der Initial Buchstaben. So gibt einem das Lesen nicht nur Nahrung für den Geist, sondern auch etwas Schönes für das Auge.

Mit dem Lesen eröffnen sich neue Horizonte, die ich bis heute jeden Tag genießen kann. Ich bin ein großer Freund davon, seine freie Zeit damit zu verbringen etwas zu lesen. Das Schöne daran ist, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, gibt es immer Zusammenhänge die man verstehen möchte, und das Lesen hilft mir diese zu verstehen. In einer schnelllebigen Zeit wie heute, bringt einem das Lesen auch wieder etwas Ruhe zurück. Man beschäftigt sich über einen längeren Zeitraum mit einem Thema ohne davon abgelenkt zu werden. Dies ist ein Zustand der in einer Zeit der Schnelllebigkeit und Trends mehr Wert besitzt als je zuvor.

Ein guter Freund aus Berlin

Ein Update zum Lesekasten

Ein Update zum Lesekasten

In dem Beitrag “So lernte ich lesen …” berichtete uns vor einiger Zeit unsere liebe Freundin Reinhild Latrille von ihren ersten Schritten und unter anderem auch von einem Lesekasten. Den Beitrag dazu findet ihr hier (weiter lesen).

 

Den hier weiteren “Lesekasten” fand sie in einem sehr schönen Heimatmuseum in Leer/Ostfriesland. Der Text ist selbsterklärend und der Lesekasten für den “Lesemann” ein wahrlich historisches Stück. Lieben Dank für deine Recherche!

PS: Wer gerne einmal den Lesekasten im Original sehen möchte, hier ist der Link zum Museum

Lesen lernen mit dem Drachen

Lesen lernen mit dem Drachen

Hallo, ich bin Nathan. Ich bin zwölf Jahre alt und ich habe eine Legasthenie. Seit der ersten Klasse übe ich Lesen und Schreiben, damit ich irgendwann auch so lesen kann, wie Kinder, die keine Legasthenie haben. Vor kurzem habe ich in einem Trickfilm einen Drachen gesprochen. Und in diesem Trickfilm ging es um die erste Lokomotive, namens “der Drache”. Ich habe mir den Text angeguckt und danach in meinen eigenen Worten erzählt. 

Den Film könnt ihr Euch auf YouTube anschauen (Anmerkung Der Lesemann: wir haben den Film rechts auf der Seite eingestellt)

Diesen wundervollen Beitrag hatte mir mein Freund Nathan bereits zum 20. Mai 2021 gesendet. Wir haben es erst jetzt geschafft den Artikel einzustellen und bitten um Entschuldigung.

So habe ich Lesen gelernt – toller Tip / ein Glück verjährt

So habe ich Lesen gelernt – toller Tip / ein Glück verjährt

Jetzt kann ich es ja sagen – es ist nach 64 Jahren verjährt!
So habe ich Lesen gelernt “ehrlich”!

Ich erinnere mich noch ganz genau an das erste Mal mit meinen Micky Mouse Heften. Wir wohnten in Hofheim im Taunus, mein Vater arbeitete in einer Bank in Frankfurt und meine Mutter tippte zu Hause für Doktoranden die Arbeiten auf der Schreibmaschine. Ich muß etwa viereinhalb Jahre alt gewesen sein, hatte noch keinen Kindergartenplatz und Fernsehen gab es bei uns noch nicht. Meine Zeit vertrieb ich mir mit Papiermodellen, Schulfunk im Radio hören und natürlich mit dem Malen von Luftschlössern.

Eines Tages kam mein Vater von der Arbeit und brachte einen kleinen Wäschekorb mit gebrauchten aber gut erhaltenen Comicheften mit. Ich kann heute nicht mehr sagen ob er sie von einem Kollegen oder auf einem Flohmarkt bekommen hatte, aber sie wurden sofort “MEIN SCHATZ”. Zunächst mußte meine Mutter mir die Hefte VORLESEN. dann durfte ich die Geschichte an den Bildern NACHERZÄHLEN. Ich wurde immer schneller und sicherer und schließlich konnte ich (rechtzeitig zur Einschulung) auch neue Heftchen bereits zu einem gehörigen Teil verstehen ohne das meine Mutter diese vorgelesen hatte.

Und dann kam die Schulzeit. Dorfschule, 4 Klassen in einem Raum, Schläge gab es mit dem Lineal auf den Hosenboden, Geschrieben wurde auf einer Schiefertafel …. und mein geliebter Vater brachte immer neue Hefte mit. Langsam kannte ich sie alle. Sigurd, Tarzan, Fix und Foxy, Mickey Mouse, die ganze Familie Duck und, und , und. Mein erstes Buch in der Schule beschäftigte sich hingegen mit so spannenden Titeln wie “Lilo oder Loli”, ich habe mich immer schon sehr auf zu Hause und meinen, mittlerweile “großen” Wäschekorb voller Comics gefreut und gar nicht mehr auf den Lehrer dort vorne gehört.

Denn, … ich konnte ja schon Lesen 🙂

 

Zugegeben das Bild ist nur Fake - aber mein Wäschekorb sah tatsächlich etwa so aus

Zugegeben das Bild ist nur Fake – aber mein Wäschekorb sah tatsächlich etwa so aus

Einen Nachteil hatten jedoch die Comics für mich. Ich konnte kein Englisch und hatte auch keine Ahnung was so oft in den Sprechblasen steht. Hier kam mir jedoch meine Phantasie zu gute. An den Sprechblasen sind immer irgendwelche Bilder nach denen ich mich orientierte (mir ein Bild von machte). Entweder eine Bombe platzte oder ein Messer kam zum Einsatz – in diesen Deutungen war ich dank dem Bau meiner Luftschlösser immer unschlagbar.

Noch heute orientiere ich mich an Bildern und erst dann kommt der Text. Eben “Bilderdenken”

Es ist nie zu früh …

Es ist nie zu früh …

Lieber Lese-Opa!

Du hast einmal gesagt, es würde dich sehr freuen wenn ich in deine Fußstapfen trete.

Nun, mit dem Vorlesen hat es noch nicht so ganz geklappt aber ich mache mir schon kräftig ein Bild von den Geschichten … (sagt zumindest der Lese-Papa). Zum Beweis sende ich Dir ein Bild von mir mit höchster Konzentration und Freude.

Dein Lese-Enkel

 

Bildquelle: Eigene Aufnahme. Mit freundlicher Genehmigung der Eltern.

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