Ein guter Unterricht erfordert eine gute Vorbereitung

Ein guter Unterricht erfordert eine gute Vorbereitung.
So ist das bei „Vorlesen, interaktiv“ auch !

 

Zur Vorbereitung wird von allen Kräften eine fachlich gute Analyse in didaktischer und methodischer Hinsicht erwartet. Vorlesen, interaktiv stellt die gleichen Anforderungen, denn es handelt sich dabei eben nicht nur um einfach „Hinsetzen und laut Lesen“!
Leider musste ich in der Vergangenheit öfter die Erfahrung machen, dass der Lesepate (der Lesemann) weniger ernst genommen wurde und nicht als Mitwirkender im Unterricht/Lernprozess gesehen wird. Dies hatte leider immer Folgen, zumeist handelte es sich um unnötige Zeit- und Sachaufwände meinerseits. Daher erarbeiten wir zusammen mit Pädagogen derzeit eine Handreichung für die Lehrkräfte oder Erzieher, damit diese ihren Anteil an der Unterrichtsvorbereitung besser für die Kinder zu einer Gewinn bringenden Vorlesen-interaktiv-Stunde einbringen können.

Bis diese Handreichung fertig ist und wir diese gemeinsam anwenden können, nutzen Sie bitte den folgenden Text.

„Der Lesemann“ und seine Regeln und Wünsche. (Erster Entwurf)

  • Der Einfachheit halber möchte ich gerne das Du anbieten.
  • Aus Erfahrung bitte ich die Lehrkräfte gleich von vornherein die Kinder umzusetzen, die andere Kinder ablenken könnten und damit sich und den anderen die Chance nehmen die Vorlesestunde zu genießen.
  • Bitte teilt mir doch vor Beginn der Schulstunde mit, ob ich die volle Zeit für meine Vorleseaktion verwenden kann, oder evtl. kürzen muss, weil z.B. die Lehrkraft Pausenaufsicht hat.
  • Meine Vorlesestunden werden interaktiv gestaltet, d.h. die Zuhörer werden in die Geschichte auch motorisch mit eingebunden und es sollen je nach Geschichte möglichst alle 5 Sinne  angesprochen werden.
  • Es wäre sehr hilfreich für den Ablauf der Vorlesestunde wenn man mich in irgendeiner Form darauf aufmerksam machen könnte, welche Kinder überhaupt kein Deutsch können. Ich könnte dann versuchen, diesen Kindern meine besondere Aufmerksamkeit zu geben.
  • Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn die Kinder sofern es dafür im Unterrichtsplan Zeit gibt, die vorgelesene Geschichte in Malbildern anschließend „ verarbeiten“ könnten.

Ich bitte um konstruktive Kritik was meine Art und Weise der Vorlesestunde betrifft und bin jederzeit bereit in einem Reflexionsgespräch hierüber ganz offen zu reden. Nur keine Hemmungen!! Schließlich soll ja die Vorlesestunde allen Beteiligten etwas bringen.

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„Sieben auf einen Streich …“ Leseprojekt an der GS in Binzen

„Sieben auf einen Streich …“
Leseprojekt an der GS in Binzen

Wir möchten gerne an dieser Stelle einmal eine andere Form der Berichterstattung wählen. Der Bericht ist in 9 bebilderte Abschnitte geteilt.

Sagen Sie uns gerne Ihre Meinung dazu – Sie helfen uns damit

Ich wurde zum Vorlesen, interaktiv an die Grundschule "Vorderes Kandertal" in Binzen eingeladen.
Der Lesemann auf dem Weg zur Vorlesestunde mit seinem Freund Julien.

Ankündigung an der Eingangstür zum „Amphitheater“

Der Lesemann stellt sich vor und erzählt und erklärt den Kindern, was er unter einer Vorlesestunde, interaktiv versteht.

Hier seht ihr die Requisiten, die zum Einsatz kamen um möglichst alle 5 Sinne der Kinder anzusprechen.

Der Gürtel des tapferen Schneiderleins. Ein großer Junge fragte mich nach der Vorlesestunde ob er diesen denn mal anprobieren dürfte. Darüber habe ich mich sehr gefreut, zumal er auch noch wunderbar passte und der Junge von seinen Klassenkameraden bewundert wurde.

Der Stein, speziell für die Jungs zum Ausprobieren, ob man wie der Riese daraus auch Wasser herausquetschen kann. Nebenbei, Mädchen haben das auch probiert 🙂

Eine Fingerspitze köstlichen Pflaumenmuses wurde den Kindern angeboten um daran zunächst zu riechen und dann verspeist zu werden. Auch hier passierte etwas sehr Schönes. Während ein Junge noch dabei war seinen Finger abzulecken wollten seine 4 Freunde neben ihm nicht probieren.  In dem Moment aber wo der erste Junge rief. „Oh wie lecker!“ wollten plötzlich alle 4 Jungs auch probieren und die Lehrerin musste nun doch noch einmal kosten lassen.

Der Ursprung des Schneidersitzes wird mit den Kindern erarbeitet. Die Kinder wissen noch nicht was ich vorlesen werde.

Es erfolgt eine einminütige Meditation um die Kinder auf das Grimms Märchen : "Das tapfere Schneiderlein“ einzustimmen.

Die Märchenstunde beginnt.

Bilder aus dem Märchenbuch werden immer wieder gezeigt, um das Vorgelesene zu unterstreichen.

Zum Ausklang nach der einstündigen, sehr spannungsreichen Vorlesestunde, wird noch zum Entspannen und zum Ausklang eine Tai Chi Übung: "Die Schildkröte paddelt“ gemeinsam geübt.

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Gastbeitrag der „Kleinen Hexe“

Ich lese, solange ich denken kann. Es ist mir Zeitvertreib, Träumen, Erleben und Entspannen. Schon als Kind konnte ich problemlos einen ganzen Sonntag mit einem Buch verbringen. Lesen ist fester Bestandteil meines Lebens.

Als mein kleiner Sohn geboren wurde, war mein Alltag und mein Leben plötzlich ganz schön auf den Kopf gestellt. Es gab erst wenig Zeit zum Lesen. Doch schnell nutzte ich unsere gemeinsame Stillzeit zum Lesen. Es kann sein, dass mein Sohn da auch schon seine Liebe zu Büchern entdeckte, weil er mich so oft mit einem Buch in der Hand sah.

Und… Von klein an las ich ihm vor. Wir kuschelten, schauten gemeinsam Bilderbücher an und lasen. Als er etwas älter war, nahm er sich immer mal wieder ganz alleine ein Buch aus seinem Regal, saß einfach da, schaute sich die Bilder an und brabbelte vor sich hin. Mein Herz ging auf 🙂.

Schnell wurde es unser Einschlafritual, dass wir abends gemeinsam in seinem Bett kuschelten und lasen. Die ersten Jahre habe ich ihm natürlich immer vorgelesen. Dann kam er irgendwann in die Schule und binnen weniger Wochen veränderte sich seine Welt. Wie erstaunt er auf einmal durch die Welt ging. Morgens am Frühstückstisch packte er sich die Milch- oder die Müslipackung und begann Wörter zu entziffern. Ja, er begann zu lesen! Auch wandelte er plötzlich ganz anders durch die ganze Welt. In der Stadt tat sich ihm eine völlig neue Welt auf. Er las die Namen von Geschäften, Werbetafeln usw. Er schien völlig berauscht und beglückt und konnte es kaum fassen, dass die Welt so viel größer war und er auf einmal so viel mehr verstand. Das machte mich unheimlich glücklich.

Von da an änderte sich unser Abendritual. Nicht nur ich las ihm fortan vor, sondern er auch mir. So haben wir bald abwechselnd immer eine Seite gelesen. Mittlerweile ist er ein junger Teenager, 13 Jahre alt. Und doch besteht er noch immer auf unserem Einschlafritual. Jeden Abend (jetzt natürlich etwas später 😉) ruft er mich und wir kuscheln uns in sein Bett und lesen gemeinsam.

So begleiten ihn Bücher auch heute. Natürlich haben sich die Bücher total gewandelt. Waren es früher Bücher über Baustellenfahrzeuge, Bagger oder die Polizei, so liest er heute Abenteuergeschichten, Krimis und andere spannende Jugendbücher.

Es macht mich glücklich und stolz, dass ich ihm das mitgegeben habe. Es die Welt doch so viel größer, so viel reicher, so viel schöner. Und immer wieder kann man in andere Welten abtauchen, dem Alltag entfliehen und seiner Fantasie in den Büchern freien Lauf lassen.

Auch in seinem Leben zahlt sich das kontinuierliche Lesen aus. Mein Sohn ist wirklich gut in Rechtschreibung und Kommasetzung. Darauf bin ich besonders stolz! Ich denke, dass das viele gemeinsame Lesen Grundlage hierfür ist. Denn er hat schon immer Texte und Wörter vor sich gesehen und weiß so, wie sie geschrieben werden.

Ich kann nur sagen: Lest mit euren Kindern! Lest für euch! Lest in der Familie! Lesen ist einfach toll und es bereichert das Leben. Und zuletzt öffnet es den Horizont für so vieles.

Eure „kleine Hexe“

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Vorlesewoche in Gifhorn

Lesewoche 2019 in Gifhorn

 

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal als Lesemann für die tolle Vorbereitung, meine freundliche Aufnahme, die vielen „netten Leser und Zuhörer“ und die tolle Nachbereitung zu dieser Lesewoche bedanken. Unten im Beitrag habe ich den Artikel der Braunschweiger Zeitung hinzugefügt, ihm ist eigentlich kaum etwas hinzuzufügen.

Vielleicht findet diese tolle Woche aber auch noch mehr Interessenten und Nachahmer wenn ich die nützlichen Medien, die die Lehrer zusammen mit den Kindern zur Vor- und Nachbereitung der Lesewoche erstellt haben, auf meiner Homepage zur Kenntnis bringe.

In der folgenden Galerie finden Sie ein Schreiben zum Verlauf der Lesewoche an die Eltern und einen zum Lesen motivierenden Liedtext, den die Kinder zu Beginn sangen. Durch anklicken der Bilder können diese zum besseren Lesen vergrößert werden.

In Gifhorn habe ich vornehmlich noch aus Bilderbüchern vorgelesen und die entsprechenden Bilder (aufbereitet) als Folie an die Wand „geworfen“. Dies hat für das „Vorlesen, interaktiv und mit allen Sinnen“ schon Vorteile, hat mir aber auch gezeigt, dass die Möglichkeiten begrenzt sind. Fazit: Ich brauche neue und flexibel einsetzbare Medien – bleiben Sie gespannt.

Kinder schreiben ihre Eindrücke auf (wichtig !):

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Kulturwoche des Bürgerzentrums Koblenz Lützel

Wir waren auf der Kulturwoche unterwegs. Bürgerzentrum Lützel war „aktiv“ und hatte zum „Vorlesen“ eingeladen. Tolles Programm, toller Flyer – und „Der Lesemann“ mit seinem Logo mittendrin. 

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